Buchsli August 2017

Es gibt Zeiten, da möchte Buchsli (nur er ?) in die Vergangenheit abtauchen. Meistens dann wenn ihn die neuste Informationstechnologie masslos überfordert. Kein Zugang zum Internet, warum? Der neue Drucker druckt hässliche Streifen, die er gar nicht drucken soll, warum? Das Handy zwitschert Messages, die gar nicht eingefordert wurden, warum? Das Festnetz Telefon bleibt stumm, warum? Der Mac hat auch gerade den Rappel, Mails will er partout weder annehmen, noch auf die Reise schicken, warum?

In solchen Situationen tauchen sie auf, die nostalgischen Bilder. Beispielsweise das schwarze Wandtelefon in Buchslis Familie-Küche.  Das schrille Läuten klingt immer noch in seinen Ohren. Für ihn als Strumpfband tragender Dreikäsehoch hatte das Geklingel Konsequenzen. Entweder redeten Vater oder Mutter in den abgenommen Hörer, was bedeutete, dass der Anruf für sie angekommen war. Gut für Buchsli. Er konnte weiter spielen, weiter essen, weiter träumen, oder was auch immer.Oder der Anruf kam für Jemand aus der Nachbarschaft. Schlecht für Buchsli. „Geh hol schnell Frau Sowieso, oder Herr Dingsbums“ hiess es dann.  Das bedeutete den augenblicklichen Abbruch seines aktuellen Tuns.

Wenn der Hörer wieder auf der Gabel des schwarzen Dings lag, verabschiedeten sich die Nachbarn unterschiedlich, von ehr eilig bis überhöckelnd, je nach dem. Das musste sicher auch mit der eben erhaltenen Botschaft zu tun haben oder mit deren Verarbeitung vielleicht, sinnierte der älter gewordene Buchsli später. Aber Konsequenzen hatte das wiederum für ihn schon damals. Wenn das Gespräch der Erwachsenen auch für Kinderohren noch als angemessen angesehen wurde, durfte er bleiben. Andernfalls hiess es:“gang dusse go schpiele“ oder gar: „gang go schlafe“

Also was nun?  War der schwarze Kasten an der Wand doch nicht so harmlos, viel einfacher zu handhaben, als mein Mac heute?

Früecher sich äbe no aus ganz angersch gsy…

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