Buchsli März 2015

Dier arme Gemeinde Buchsi

Hesch mer en Stutz? Bahnhof Bern. Buchsli sucht sein Portemonnaie. Er weiss schliesslich was Armut bedeutet, wohnt er doch in einer der ärmsten Gemeinden im Kanton Bern. Münchenbuchsee, Vorort von Bern, fast 10 000 Einwohner, Steuerfuss 1,64

Die Einwohnergemeinde ist sehr arm, die Einwohner nicht so sehr. Emel nicht alle. Wenn Buchsli in Buchs(l)i spaziert, sind ihm noch nie zerlumpte Gestalten begegnet. Gutbetuchte schon. Vielleicht spaziert er in den falschen Quartieren. Viele Einfamilienhäuser mit gepflegten Gärten, nicht selten mal eine richtige Villa erfreuen sein Auge.

Sehr arme Einwohnergemeinde, nicht so arme Einwohner. Wie passt das zusammen? sinniert Buchsli auf seinem Rundgang, vorbei an Ladengeschäften mit nicht gerade billigen Sachen, leckeren Dingen im Schaufenster des Grawättlimetzgers und beeindruckt durch die Seriosität bekundenden Bankinstitute.

Zu Hause angekommen geht Buchsli hinter die Bücher. Als verantwortungsbewusster Bürger lässt ihm die Sache keine Ruhe. Da müssen Lösungen her. Der EWG (Einwohnergemeinde) muss geholfen werden. Stantepede. Beispielsweise mit Sanierungsprojekten.

So entstehen in Buchslis Gehirnwindungen, sie sind leider nicht sehr lange, Vorschläge, die folgerichtig auch nicht sehr kreativ sein können:

Die politischen Parteien könnten in der Gemeinde flächendeckend, farbige Stühle aufstellen. Die SVP grüne, die SP rote, die FDP zartgrüne, die EVP dezent himmelblaue, die BDP gelbe, mit einem leichten Stich ins grüne, die GFL vielleicht mehrfarbige.
Müde, gestresste  Bürger auf dem Einkaufsmaraton würden diese Dienstleistung schätzen, ihren Obolus in die bereitstehenden, verschliessbaren Kässeli werfen und so die EWG tatkräftig mitfinanzieren. Zugegeben, dieser Vorschlag ist relativ aufwendig. Dafür sind die folgenden einfacher:

Bürger und Bürgerinnen, die auf der Strasse nicht grüssen werden gebüsst.

Das Verwaltungspersonal putzt seine Büros selber.

Buchsis Schulhäuser werden von den Kindern geputzt, oder von ihren Eltern.

Rolatorfahrerinnen und -Fahrer benötigen ab sofort einen Fahrzeug Ausweis, zu beziehen und zu bezahlen auf der AHV Zweigstelle.

Weil die Armen meistens an ihrer Misere selber schuld sind, bezahlen sie in Buchsi eine Armutssteuer.

Liebe Leserin, lieber Leser ihr seid herzlich eingeladen,
weitere und kreativere Sanierungsprojekte zu entwickeln. Direktes Sponsoring der EWG ist auch möglich.

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