Buchsli Oktober 2016

Nach einer langen Sommerpause geht Buchsli wieder an die Arbeit. Und wie könnte es anders sein? Auch ihn beschäftigen die Wahlen, der grosse, etwas flaue Politzirkus. Das Finale ist nahe. Am Sonntag wird sich die Manege füllen. Ob da neue Akrobaten, Clowns, Seiltänzer, Zauberer und Nummerngirls dabei sein werden?

Jedenfalls verschwinden demnächst die hoffnungsvoll lächelnden oder den Ernst der Lage signalisierenden Konterfeis aus dem Straßenbild und vor allem aus den Hosteten der Bauernhöfe. Schade. Auf dem Lande wird es Gott sei Dank auch wieder, wie es war. Da werden wieder Kühe weiden und nur ab und zu ein Muni. Unübersehbar war das während den vergangenen Wochen umgekehrt. Fast nur Munis und nur ab und zu eine Kuh.

Und was bleibt? Die Verlierer werden die Wunden pflegen und die Gewinner werden sagen, dass alles noch besser wird. Mit dieser frohen Botschaft beschenkt, taucht auch Buchsli wieder in den politischen Alltag ab. Die Tiefen lassen sich ausloten. Etwa so: die Reichen werden noch etwas reicher werden und die Armen arm bleiben. die Arbeitsplätze noch etwas stressiger, die Leistungsgesellschaft noch etwas leistiger, die Ängstlichen noch etwas ängstlicher und Flüchtlinge sollten wir ja auch noch aufnehmen, nur echt natürlich und nicht zu viele und nur so lange sie uns den Suppentopf nicht streitig machen.
Wer nun allerdings meint, Buchsli plädiere für Wahl-und Stimmabstinenzler liegt falsch. Der Spruch „ich kann ja sowieso nichts ändern“ liegt ganz oben auf der Hitliste der dummen Sprüche. Oder „ich bin nicht an Politik interessiert“ tönt etwa so, wie wenn Buchsli sagen würde: das Wasser, das ich trinke interessiert mich nicht und die Luft, die ich einatme auch nicht.
Also geht wählen, geht abstimmen.

Etwas hat sich für Buchsli immerhin geklärt. Im Bund  vom 25. September konnte er lesen, dass die SP des Kantons Bern, verglichen mit  allen andern Parteien, über das grösste Wahlbudget verfügen kann. Nun weiss Buchsli warum so viele SP Köpfe die Landschaft verschönert haben. Natürlich mit wenigen Ausnahmen.

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